Auf seiner Flucht vor den Nazis verschlug es Hess ins dominikanische Küstenstädtchen Sosúa. Er konnte sich eine neue Existenz aufbauen, traf seine große Liebe. Kurt Luis Hess hatte das Angebot des dominikanischen Diktators Rafael Trujillo angenommen, der 100.000 Juden in sein Land aufnehmen wollte - zu einer Zeit, als andere Länder ihre Tore dicht machten. Der Diktator wollte vergessen machen, dass er zwei Jahre zuvor vermutlich 20.000 Haitianer kaltblütig hatte abschlachten lassen. Bis Kriegsende kamen etwa 700 Männer, Frauen und Kinder aus ganz Europa in die Dominikanische Republik. Autor Daniel Baumbach lässt Kurt Luis Hess über sein ungewöhnliches Lebens und den ungewöhnlichen Fluchtort erzählen. Mit historischem Material taucht er in die fast 70-jährige Geschichte der jüdischen Siedlung in Sosúa ein.
Der Film wurde am 09.08.2007 erstausgestrahlt
Die MDR-Webseite zum Film
