Filmarchitekt Götz Weidner bringt Spielzeuge nach Thüringen zurück

Judenbach in Südthüringen hat eine lange, aber fast vergessene Spielzeugtradition. 600 Leih-Exponate eines Münchner Filmarchitekten zeugen nun in einer Ausstellung davon.

Autor Robert Müller, Kameramann Dian Zwetkow und Assistent Rougé Reinsperger waren am 8.04.2017 in dem kleinen südthüringer Städtchen Judenbach nahe Coburg, um anlässlich der Eröffnung einer besonderen Ausstellung einen Beitrag für das Thüringen Journal zu realisieren.

Robert Müller und Team in Judenbach - Sammlung Götz WeidnerJudenbach, wirtschaftlich ideal gelegen an der ehemaligen Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig, hat eine 1200 jährige wechselhafte Geschichte. Und die hat viel mit Spielzeug zu tun. In der ganzen Region rund um Sonneberg boomte ab dem 18. Jahrhundert die Herstellung von Spielzeug. Über 50 kleine Hersteller zählte allein der kleine, langgestreckte Ort Judenbach. Viel Holzspielzeug wurde an die Händler verkauft, die in Richtung Leipzig zogen. Mitte des 19 Jahrhundert tauchten die ersten mechanischen Spielzeuge dort auf. Der wirtschaftliche Aufstieg des Ortes begann. Die Betriebe wurden größer, manche erlangten sogar Weltruhm – wie die der Gebrüder Dietz oder Max Carl. Von den musikalischen kleinen Äffchen wurden sogar 12.5 Millionen Stück hergestellt.

Und dann kam der zweite Weltkrieg und damit das vorläufige Ende der Spielwarenproduktion in Judenbach. Die Nachfolgebetriebe in der DDR versuchten an den einstigen Erfolg anzuknüpfen. Doch die Mangelwirtschaft machte es schwieriger. Nach der Wende kam dann das Aus. Nichts, außer den Erinnerungen der Bewohner erinnerte noch an die einstige Bedeutung Judenbachs

Götz Weidner Werkstatt in Judenbach

Doch jetzt hat der bedeutende Filmarchitekt Götz Weidner und seine Frau Rosemarie dem Ort seine Sammlung von mechanischen Spielzeug als Stiftung vermacht. In einem hervorragenden Gebäude wird die Sammlung lebendig präsentiert.

Fachhochschule wirbt für Bauingenieurwesen

An der Fachhochschule Erfurt wird heute getestet, welche Last die von Schülern aus 11 Gymnasien gebastelten Dächer aus Papier tragen können. Der von der Ingenieurkammer Thüringen geförderte Wettbewerb soll mehr Schüler für das Bauingenieurwesen begeistern. Autor Robert Müller , Kamera Dian Zwetkow

Fachhochschule Erfurt wirbt gemeinsam mit der Ingenieurkammer Thüringen für die Studienrichtung Bauingenieurwesen

Vorstellung der Wertungskriterien | Fotorechte Robert Müller

Im Zeitraffer:  Das Siegermodel des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums aus Lengenfeld unterm Stein

Wie macht man eigentlich Glasaugen?

Seit rund 180 Jahren schon werden in Lauscha Augenprothesen aus Glas gefertigt. Hier entstand das Glasauge in einer Perfektion, die heute noch weltweit einmalig ist.

Die thüringische Glasbläserstadt ist aber nicht nur die Wiege der Forschung und Entwicklung der künstlichen Menschenaugen – hier wurde und wird auch das Rohmaterial hergestellt. Glas für Augenprothesen muss außergewöhnlichen Eigenschaften haben: Absolut frei von Schadstoffen und enorm widerstandsfähig. Denn eine Augenprothese ist in der menschlichen Augenhöhle dauerhaften mechanischen und chemischen Einflüssen ausgesetzt.

Im mdr Thüringen Journal Beitrag wird die Farbglashütte Lauscha gezeigt, in der gerade Kristallglas für den brillanten Abschluss produziert wird. Anschließend sind wir bei der Augenprothetik Lauscha GmbH und erklären, was ein Okularist macht und wie lange seine Ausbildung dauert.

Autor: Robert Müller
Kamera & Schnitt: Dian Zwetkow

 

Ärztliche Zweitmeinung gibt Sicherheit

Die Zweitmeinung vor einer OP soll in erster Linie Sicherheit geben. Sicherheit für Patienten, die richtige Entscheidung zu treffen. Und sie soll einem gefährlichen Trend entgegenwirken. In Deutschland wird viel zu viel operiert. Bei Knie-Operationen sind laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auch regional deutliche Unterschiede festzustellen: „So erhalten jährlich in einigen Kreisen 73 von 100.000 Einwohnern ein künstliches Kniegelenk, anderswo 214 “ .

Im Beitrag von Robert Müller wird aufgezeigt, wie Patienten an die ärztliche Zweitmeinung kommen und das diese nicht unbedingt von der ersten abweichen muss!

Autor: Robert Müller
Kamera/ Schnitt: Dian Zwetkow

Im Beitrag:
Erfurter Sportklinik
Barmer GEK

Betreutes Wohnen in Familien

Die Diakonie Westthüringen sucht Menschen, die psychisch Kranke bei sich aufnehmen. Wie gut solche Wahlverwandtschaften funktionieren können, zeigt unser Beispiel aus Großlupnitz.

Beitrag für das MDR Thüringen Journal – bis 12.02 verfügbar

Autor Daniel Baumbach / Kamera Ronny Schönknecht / Assistent Rouge Reinsperger
Recherche: Robert Müller

Hintergrundinfos & Kontaktmöglichkeiten finden Sie bei der Diakonie Westthüringen

Abriß des Heizkraftwerk Erfurt-Gispersleben

Heizkraftwerk GisperslebenDort wo 100 Jahre Energie & Wärme für den Erfurter Norden produziert wurde, toben nun die Bagger. Bis Mitte des Jahres soll hier nichts mehr an die industrielle Nutzung erinnern.

Eigentlich schade, denn das vorgelagerte Bürogebäude war ein Stück architektonische Stadtgeschichte. Sein Architekt, Theo Kellner, war ein Schüler von Lyonel Feininger. Er hat im Stadtgebiet zahlreiche markante Gebäude hinterlassen. Das heute AOK Haus in der Augustinerstraße oder das Wohnhaus des Fabrikanten Wolff in der Regierungsstraße wird vielen Erfurter ein Begriff sein. Kellner wurde 1899 in Erfurt geboren und starb 1969 in Frankfurt am Main. Dort war er ab 1945 auch maßgeblich am Wiederaufbau beteiligt.

Weitere Details heute 19:00 Uhr im MDR Thüringen Journal

externe Informationen:
-> Buga 2021
.
> Historie der Stromversorgung | SW-Erfurt

Heizwerk- Gispersleben

Autodrom Nordhausen erweitert Angebot und Fläche

Nach nur 10 Monaten Bauzeit wurde in Nordhausen der Erweiterungsbau des Berufsbildungszentrum Straßenverkehr heute eingeweiht. Deutschlands größter Fuhrpark an Spezial-Schulungsfahrzeugen. Alles Weitere heute im Nachrichtenblock des mdr Thüringen Journals.

Autodrom Berufsbildungszentrum Straßenverkehr | Foto Dian Zwetkow

Autodrom – Berufsbildungszentrum Straßenverkehr | Foto Dian Zwetkow

Schulungstruck auf dem Gelände des Autodroms Nordhausen | Bildrechte Dian Zwetkow

Schulungstruck auf dem Gelände des Autodroms Nordhausen | Bildrechte Dian Zwetkow